 (Für weitere Bilder bitte das Bild anklicken!)
| Als mein Freund Hans- Georg Evers vor etlichen Jahren wieder einmal nach Brasilien geflogen ist, mussten seine
Jungfische bei seinen Freunden untergebracht werden. Ich bekam von ihm ein Einhängeaquarium mit einem Stück
Kokosnussschale und ca. 50 Kuckucks Fiederbartwelse, eine lebhafte, wuselnde Gemeinde. Die Welse waren ca. 1cm lang und dunkel gefärbt, fast schwarz. Sie sollten mit Salinenkrebsen und Tabletten gefüttert werden. Als er
nach gut drei Wochen die Kuckucks Fiederbartwelse wieder abholte waren sie fast doppelt so lang und hatten
pralle Bäuche. Auf meine Fragen zu den Fischen, hat mir Hans dann einiges erzählt und mich neugierig gemacht. So
hat er auch meiner Bitte entsprochen, wenn sie etwas größer sind, würde ich gern 5- 6 Welse haben wollen. Im
Sommer 1998 wurde ich dann endlich stolzer Pfleger von 6 Fiederbartwelsen.
Die Heimat der Kuckucks- Fiederbartwelsen, Synodontis petricola „dwarf“ ist der Tanganjika See in Ostafrika, sie
leben dort zwischen Steinen auf feinem Sand. Es ist ein Allesfresser, wobei Mückenlarven den Vorrang haben. In
vielen Büchern steht, dass man ihn nicht mit Fischen unter 3 cm Länge vergesellschaften sollte, das ist
absoluter Quatsch! Es kann vorkommen, dass er sich einmal einen jungen Guppy holt oder ähnlich große Fische, die
die Länge von Mückenlarven haben aber ich habe noch nie beobachtet, dass er kleine Fische gejagt oder gefressen
hat. Die Geschlechtsunterschiede sind bei halbwüchsigen Tieren daran auszumachen, dass die Weibchen fülliger
sind als die Männchen und die Männchen im Bereich ihrer Geschlechtsöffnung einen ca. 2 mm langen Fortsatz haben,
der nach unten absteht. Dieser ist sehr schwer zu erkennen weil die Tiere immer in Bewegung sind. Der Kuckucks-
Fiederbartwels ist ein sehr friedlicher Gruppenfisch, der sehr gut in einem Gesellschaftsaquarium gepflegt
werden kann.
Die Kuckuckswelse von Hans waren ca. 4 cm lang und sagte mir noch, dass sie in zwei Jahren anfangen zu laichen.
Sie bekamen von mir ein Aquarium 65 cm x 50 cm x 50 cm zugewiesen, welches Sand als Bodengrund, Steine,
Moorkienwurzeln und viele Pflanzen als Versteckplätze hatte. Die nächsten Tage waren die Welse nicht zu sehen,
nur bei der Fütterung kamen sie kurz vor um sich im nächsten Moment wieder zu verstecken. Zum Glück änderte sich
ihr verhalten, als sie über 6 cm Länge hatten, da schwammen sie dann auch mal als Gruppe durchs Aquarium. Im
Sommer 2000 waren die Kuckucks- Fiederbartwelse dann ausgewachsen mit einer Länge von 11 cm und ich hatte mir
die ersten Gedanken für die Zucht der hübschen, stolzen Welse gemacht. Die Fiederbartwelse sollten bei einer
Temperatur von 24° gepflegt werden. Ein Tier dieser Art kostet: Euro ist aber momentan leider nicht verfügbar. |